Sprachverständnis

Bei Kindern mit einer Sprachverständnisstörung ist das Gehör intakt, das Kind
versteht jedoch die Bedeutung von Wörtern, Sätzen und Texten nicht. Es fragt
nach, als höre es nicht richtig („hä?“ – „was?“). Aufträge, die nicht direkt mit der
Situation zu tun haben, kann es nicht korrekt ausführen. Diese Kinder orientieren sich ausschliesslich an Schlüsselwörtern, Mimik und Gestik, wodurch es immer wieder zu Missverständnissen kommen kann. Dadurch wird diesen Kindern immer wieder unterstellt, sie hören nicht richtig zu. Beim Zuhören von Geschichten werden sie zappelig, unruhig und lenken ab. Das Kind beantwortet Fragen oft mit „jaja“, obwohl dies keinen Sinn ergibt. Auch zeigen Kinder mit Sprachverständnisschwierigkeiten oft wenig Blickkontakt im Gespräch und im Spiel.
Die Therapie von Sprachverständnisstörungen erfolgt meist handlungsorientiert.
Dies bedeutet, dass mit dem Kind Handlungen wie backen, werken, basteln etc.
durchgeführt werden. Dabei kann das Kind im direkten Erleben neue Begriffe
kennenlernen und Zusammenhänge verstehen.
Bei kleineren Kindern werden diese Handlungen im Spiel durchgeführt. Durch das Nachspielen alltagsnaher Situationen (z.B. Puppen verarzten, köcherlen, Zug und Auto spielen) wird das Sprachverständnis verbessert.

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