Artikulation (Aussprache)

Im Bereich der Artikulation wird therapiert, wenn ein Kind gewisse Laute gar nicht oder nicht richtig aussprechen kann.
Mit Eintritt der Schule sollten alle Laute die in unserer Sprache vorkommen korrekt erworben sein. Auch die Zischlaute wie das / s / und / sch /. Diese Laute erfordern eine Feinspannung der verschiedenen Zungenmuskeln.
Bei manchen Kindern rutscht die Zunge zwischen die Zähne. Manchmal ist eine schlaffe Muskulatur im Mundbereich zu beobachten, die zu einem falschen Schluckmuster sowie Mundatmung führen kann.
Andere Kindern stossen die Zunge beim Sprechen an die Zähne wenn sie ein / s / bilden oder der Luftstrom kann nicht korrekt geführt werden und entweicht seitlich. Dies sind Formen der bekanntesten Artikulationsstörung, des „Lispelns“ bzw. des Sigmatismus.
Bei einigen Kindern kommt es zur Ersetzung von Lauten, wie zum Beispiel /sch/ und /s/ („Snecke“) oder /r/ und /l/ („Ladio“), oder zu Lautauslassungen („tul „ anstatt „Stuhl“).
Es können ein oder mehrere Laute betroffen sein und durch Lautersetzungen, Auslassungen oder Vereinfachungen der Laute, kann die Verständlichkeit des Kindes beeinträchtigt sein. Nicht selten leiden die Kinder darunter oder werden zu Aussenseiter.
Im Anschluss an die Diagnostik wird die Therapie geplant. Die Laute werden erarbeitet, dann auf Silben-, Wort – und Satzebene geübt. Die Artikulationstherapie erfordert in den meisten Fällen eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern.

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